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Unsere Zinnoberflächen präsentieren mit ihrem mattem Glanz die
Natürlichkeit und Kostbarkeit dieses Materials. Es ist dieser mattschimmernde Glanz, der Behaglichkeit und Wärme ausstrahlt. Holz,
auch wenn es geschnitten und verarbeitet ist - lebt und benötigt
Nahrung. Die Oberflächen behandeln wir mit natürlichen Wachsen.
Damit bleibt die Holzoberfläche offen, das Holz kann atmen und
arbeiten. Gerade dadurch entstehen in der Zinnguss Intarsie diese
typischen, unverwechselbaren und markanten Bruchstellen, die wahre
Kenner dieser Objekte lieben und die zur Wertsteigerung beitragen. Sehen wir einmal von der Tatsache ab, dass wir dieses seltene
und kostbare Kunsthandwerk noch ausführen, so ist das
historische Wissen um die Ursprünge verloren gegangen.
Erstaunlich, dass selbst heute noch, im Zeitalter modernster
Untersuchungsmethoden, die Technik der Zinnguss Intarsie nicht
restlos bekannt sind. Es sind immer nur Mutmaßungen, wie das
flüssige, heiße Zinn mit dem Holz in Verbindung gebracht
wurde, ohne Brandspuren zu verursachen. Sämtliche
Rekonstruktionsversuche hören gänzlich auf, wenn von der
gemeinsamen Oberflächenbehandlung von Zinn und Holz die Rede
ist.
Dieser enormen Schwierigkeit der Oberflächenbearbeitung an
ebenen Flächen ist es wohl in erster Linie zuzuschreiben, dass es
nur wenige Stücke gibt. Aber wir wissen, welche Mühen, Ausdauer und
welches Können es erfordert, eine Fläche mit der Ziehklinge zu
egalisieren. Es ist vollkommen richtig, wenn die Autoren in der
wenigen Fachliteratur davon ausgehen, dass es immer nur einzelne
Meister ihres Handwerks waren, die geduldig diese Kunst auszuführen
verstanden. |